UCI World Series Race Houffalize - WM Qualifikation gesichert!!!

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Angemeldet habe ich mich im April unter dem Vorbehalt evtl. nicht zu starten, wenn mal wieder die ganze Woche nur Regen gemeldet ist. Der Regen war gemeldet, aber er kam nicht und für heute war die Prognose zwar frisch, aber sonnig und somit packte ich dann am Samstag mal meine Sachen. Die Nervosität stieg stündlich, denn schließlich habe ich dieses Jahr noch keinen einzigen Marathon gefahren und dann gleich ein UCI World Series Rennen, was letztes Jahr schon sehr hart war machte mir ein wenig Angst.

Meine angeflogene Erkältung von Mittwoch hatte sich deutlich gebessert und somit klingelte der Wecker heute morgen um 4:45Uhr, denn für die Damen ging es schon um 8:15Uhr auf die Strecke. Es war noch recht frisch am Morgen und keiner wusste so recht was er an oder ausziehen sollte. Als wir dann alle in den Startblock gerufen wurden ertönte auch schon der Startschuss und es ging auf die 83km lange Strecke mit 2300 Höhenmetern und zwar erst mal Berg auf. Ich fühlte mich gut und so konnte ich in diesem kleinen Sprintanstieg mithalten. Die Strecke war trocken und bis zur ersten Verpflegung hatte ich mein Tempo gefunden und fuhr in einer dreier Damengruppe. Nun hieß es immer weiter von Verpflegung zu Verpflegung vorkämpfen.

Heute hatte ich richtig Glück, denn ich wurde komplett betreut von Jan Kaliciak, der leider kurzfristig nicht antreten konnte und sich somit bereiterklärt hat mich und sein Team Herzlichst Zypern zu betreuen. Somit hatte ich an jeder Verpflegung einen Motivationsschub und eine neue Trinkflasche, die bei diesem Wetter sehr wichtig war. Es lief alles sehr gut und ich fuhr bis km 47 mit Linja de Longe zusammen. Doch dann passierte es. Linja fuhr vor und ich ihre Spur im Trail bergab. Wahrscheinlich war ich kurz unaufmerksam oder ein Ticken zu schnell. Ich machte einen Fahrfehler und es riss mich vom Rad. Ich überschlug mich und landete in einem Tannenhaufen der am Wegrand lag. Meine Wade schmerzte und die Beine krampften. Linja bemerkte nichts und war weg. Ich berappelte mich wieder. Der Krampf wurde besser, der Fuß schmerzte ein wenig. Kurzer Rad Check – alles ganz- also weiter! Nach zehn Minuten verließen mich die Kräfte im Berg und ich lag wieder auf dem Boden. Die Krämpfe waren da und der Fuß tat weh. Ich beruhigte mich ein wenig, aß einen Riegel, dehnte die Beine was und versuchte es erneut. Es ging! Nur noch zehn km bis zur Verpflegung.

Deutlich langsamer und ohne Begleitung schaffte ich es bis Verpflegung 4, wo Jan schon auf mich wartete. Gestärkt mit Wasser, Gel und aufbauenden Worten ging es also weiter. Immer weiter und weiter. Teilweise versuchte ich mich doch noch mal ein paar Männergruppen anzuschließen, was allderdings nur von kuzer Dauer war und dann irgendwann kam endlich das Schild mit der Aufschrift: 5km bis zum Ziel. Ich riss mich noch mal zusammen und setzte mir das Ziel es vllt doch noch unter 5Stunden zu schaffen, da es aber noch 200-300 hm waren und eine kleine Schiebepassage dabei war wurde es schwer. Das Ziel kam immer näher und dann war es endlich so weit. Nach fünf Stunden und einer Minute erreichte ich als 14. Dame das Ziel und habe mir damit die WM Qualifikation für dieses Jahr in Singen gesichert. Ich war mehr als erleichtert und bin überglücklich.

Erst jetzt merkte ich, dass ich nicht mehr auftreten konnte und mein Knöchel gut geschwollen war. Naja…nutzt alles nicht. Jetzt habe ich aufgrund eines Bänderriss erst mal Zwangspause, aber hoffe Ende Mai in Emmelshausen beim Schinderhannes wieder an den Start gehen zu können.

Danke Jan für deine super Betreuung vor, nach und während des Rennens! Ohne dich wäre es deutlich schwieriger gewesen.